Bauphasen

St. Firminus

 

 

Die Dötlinger Kirche hat einen besonderen Bezug zu Kindern. Sie ist dem heiligen Firminus geweiht, der im frühen Mittelalter als Schutzpatron der Kinder galt. Er wurde aber auch angerufen bei Fieber, Rheumatismus und Trockenheit. Firmin war Missionar und zu Beginn des 4. Jahrhunderts erster Bischof in Amiens (Hauptstadt des französischen Departements Somme, 120 km südlich
von Paris). Er soll in Gallien missioniert haben und wurde als Märtyrer verehrt. Seine Grabanlage ist heute noch in Amiens zu besichtigen.

 

 

 

 

 

Die Kirche ist am Rande des Huntetales an erhöhter Stelle erbaut. Sie gehört zur Gruppe der Feldsteinkirchen. In einem Schriftstück aus dem Jahre 1270 wird sie zum erstenMal erwähnt. Erbaut wurde sie allerdings schon um 1120 im frühromanischen Stil (Romanisch I). Sie bestand aus einem niedrigen Kirchenschiff mit eingezogenem Rechteckchor. Das Kirchenschiff hatte Ausmaße von 12,4mx 9,5 m, während der Chor etwa 6 m mal 7 m groß war.

 

 

Die Mauern bestanden aus Findlingen, waren zweischalig und etwa 1 m dick. Im westlichen Teil der Kirche gab es je einen Nord- und einen Südeingang.Als Türsturz diente ein großer Granitblock (s. Foto unten). In der Nord- und Südwand befanden sich drei kleineromanische Fenster, die bei der Einwölbung später teilweise zugemauert wurden. Die Flachdecke war aus Holz, das Dach selbst war mit Reet oder Stroh bedeckt. Der Fußboden bestand aus Lehm.

 

 

Schon 1170 wurde eine erste Erweiterung der Kirche vorgenommen (Romanisch II). Dabei wurde der Chorabgerissen und das Langhaus verlängert. An das Langhaus schloss sich eine halbrunde Apsis an. Nun hatte die Kirche eine Länge von etwa 20 m. An der Südseite wurde ein neuer Eingang geschaffen. In die Nord- und Südwand baute man je ein großes spätromanisches Fenster ein.

 

 

In einem weiteren Bauabschnitt wurden in die ersten beiden Joche Kreuzgratgewölbe eingezogen. In die Nord- und Südwand kamen zusätzlich zwei Fenster mit leichten Spitzbögen. In dieser Zeit wurde vermutlich auch der Kirchturm gebaut. Die Mauer an der Westseite wurde durchbrochen und man konnte die Kirche jetzt durch den Turm betreten. Der Turm hat heute eine Höhe von 24 Meter. DasMauerwerk hat am Fuß eine Stärke von 1,80 m. Im Glockenturm befandensich ursprünglich vier romanische Schallöffnungen. 1270 kam es zu einer zweiten Erweiterung. Nun wurden der Rechteckchor und die Apsis abgebrochen und es entstand ein Ausbau nach Osten mit bündigem Anschluss an das Langhaus. Der Grundriss der Kirche war jetzt rechteckig mit Ausmaßen von 31,12 m mal 9,61 m. Auch das dritte und vierte Joch erhielt jetzt eine Einwölbung mit einem erhöhten Kreuzrippengewölbe. Die Ansätze des alten Kreuzgratgewölbes im dritten Joch sind noch zu sehen. Die Feldsteinmauern wurden mit Ziegelsteinen erhöht. Außerdem erhielt die Kirche jetzt in Ziegelstein gefasste gotische Spitzbogenfenster, drei an der Ostseite, je eins an der Nord- und Südseite. Das Dach bekam eine Eindeckung aus Halbrundziegel, "Mönch und Nonne" genannt. Im 17. Jahrhundert wurde ein Fenster an der Südseite vergrößert. Der äußere Umriss der Kirche ist heute noch der gleiche. 

 

Kalenderblatt

Sa, 17. Aug. 2019
So spricht der HERR: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?
2. Mose 10,3

Kirchenbüro

Öffnungszeiten

Mo. & Di.:   9.00 - 11.00 Uhr

Do.:         15.00 - 17.00 Uhr

Fr.:            9.00 - 11.00 Uhr

 

Tel.:  04432 91 26 72

Fax:  04432 91 26 73

 

  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken

© 2014 Kirchenbüro Dötlingen | Schulweg 1b | 27801 Neerstedt | 04432 912672 | kirchenbuero.doetlingen@No Spamkirche-oldenburg.de